Philipp Krohmer
4  Jahr(e)  Mo Bro
community ambassador

1.570 €

Ziel: 2.000 €
raised 6.150 € since 2023
Meine Motivation

Hallo zusammen,

für alle, die mich nicht kennen: Ich bin Philipp, 25 Jahre alt, und mache dieses Jahr zum dritten Mal aktiv beim Movember mit. Ich bin selbst von Depressionen betroffen und hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit dieser Krankheit zu kämpfen. Meine schlimmste Zeit war von August 2021 bis Herbst 2022. Damals litt ich unter schweren Depressionen und Suizidgedanken.

Ich habe oft versucht zu beschreiben, wie sich diese Zeit angefühlt hat, aber nie wirklich die richtigen Worte gefunden. Es ist schwer zu erklären, wie man körperlich unfassbar erschöpft sein kann, obwohl man eigentlich nichts macht, und trotzdem nie zur Ruhe kommt, weil der eigene Kopf einfach nicht still wird.
Das Schlimmste ist, dass man selbst sein eigener „Gegner“ ist. Und dieser Gegner kennt jede Schwäche und Unsicherheit.
Meine Krankheit hat mir über Monate eingeredet, dass alle Menschen in meinem Umfeld besser dran wären, wenn ich nicht mehr da wäre. Tief in mir wusste ich, dass das nicht stimmt. Aber irgendwann habe ich es selbst geglaubt.
Ich habe mich wie ein Monster gefühlt, weil sich meine Familie und Freunde solche Sorgen um mich gemacht haben. Gleichzeitig war ich überzeugt, für sie nur eine Last zu sein.

Damals war ich 20 bzw. 21 Jahre alt. In diesem Alter macht man normalerweise Pläne: Was möchte ich studieren? Will ich ins Ausland? Wo sehe ich mich in ein paar Jahren? Man sammelt Erfahrungen und genießt die Zeit mit Freunden.
Ich hingegen habe darüber nachgedacht, wie ich mein Leben beenden könnte. Ich habe verschiedene Möglichkeiten durchgespielt und manche ausgeschlossen, weil ich niemandem zumuten wollte, mich auf diese Weise zu finden.
Das hört sich extrem schlimm an. Aber solche Gedanken hatte ich damals jeden einzelnen Tag. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich Abschiedsbriefe an meine Familie und Freunde geschrieben habe.
Heute kann ich sagen, dass es einen Menschen gibt, dem ich verdanke, dass ich noch am Leben bin.

Meine Mama.

Egal, wie düster es in mir aussah und wie laut mein Kopf war: Ein Gedanke war immer da. Ich wusste, dass meine Mama nie wieder dieselbe wäre, wenn ich mir das Leben nehmen würde.
Jedes Mal, wenn ich einen Abschiedsbrief schrieb oder kurz davor war, etwas zu unternehmen, dachte ich daran, wie sie reagieren würde, wenn sie davon erfährt. Oder noch schlimmer: wenn sie mich findet.
Ich habe mir gesagt, dass ich lieber selbst noch ewig mit diesem Schmerz weiterleben würde, als meiner Mama einen Schmerz zuzufügen, mit dem sie für den Rest ihres Lebens leben müsste.
Heute weiß ich, dass auch mein Vater, meine Schwester und viele andere Menschen unglaublich gelitten hätten. Aber damals war ich so krank, dass ich das nicht richtig sehen oder glauben konnte.

Wenn ich heute zurückblicke, macht mich vor allem ein Gedanke traurig:
Mein früheres Ich hätte wahrscheinlich niemals geglaubt, dass ich einmal 25 Jahre alt werde.
Damals habe ich nicht darüber nachgedacht, was ich in fünf Jahren erleben oder welche Menschen ich kennenlernen würde. Ich habe mich gefragt, wie ich den nächsten Tag überstehen soll. Und meistens wollte ich das auch gar nicht, ich habe einfach gehofft am nächsten Morgen nicht aufzuwachen.
Heute weiß ich, dass mein Leben nicht an dem Punkt stehen geblieben ist, an dem ich dachte, dass es enden würde.
Wenn ich meinem damaligen Ich etwas sagen könnte, dann wäre es:
Du musst heute noch nicht wissen, wie dein Leben weitergehen soll. Aber bitte gib dir die Chance, es herauszufinden. Denn es gibt noch so vieles, das du erleben kannst.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, keine Hoffnung mehr zu haben. Und ich weiß heute, wie wichtig es ist, trotzdem nicht aufzugeben.

So ehrlich und offen wie dieses Jahr war ich hier noch nie. Ich hoffe, dass ich dadurch zeigen kann, wie schlimm diese Krankheit sein kann und wie viel mehr Verständnis sie verdient.
Niemand sucht sich eine Depression aus. Und nur weil man einem Menschen seine Krankheit nicht ansieht, bedeutet das nicht, dass er nicht schwer krank ist oder jeden Tag leidet.
Viele glauben, depressiv zu sein bedeute, ständig traurig zu sein. Aber ich war nicht einfach traurig. Ich habe irgendwann überhaupt nichts mehr gefühlt. Ich war leer. Mir war alles egal. Ich konnte keine Freude, keine Hoffnung und kaum noch Emotionen empfinden.
Depressionen sind so viel mehr als Traurigkeit. Sie können einem die Kraft und sogar den Glauben daran nehmen, dass das eigene Leben noch lebenswert ist.
Deshalb ist es so wichtig, darüber zu sprechen, zuzuhören und Betroffene ernst zu nehmen.
Wenn meine Geschichte auch nur einem Menschen zeigt, dass er mit seinen Gedanken nicht allein ist, hat sich diese Offenheit gelohnt. Und wenn ihr selbst gerade kämpft: Bitte sprecht mit jemandem. Ihr müsst da nicht allein durch.

Mit 20 habe ich Briefe geschrieben, weil ich nicht mehr leben wollte. Heute, mit 25, schreibe ich diesen Text, weil ich noch lebe. Und weil ich hoffe, dass meine Geschichte vielleicht einem anderen Menschen hilft, weiterzumachen.

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Mein Lieber Philipp,
ich bin stolz auf dich, wie offen du mit deiner Krankheit umgehst und anderen Menschen die Hoffnung aufzeigst, dass es einen Weg raus gibt. Vielen Dank für deinen Mut, die Kraft und die Offenheit! Auf viele weitere gemeinsame Betze-Abenteuer ❤️
Gruß Olli

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Wir sind einfach unendlich glücklich, dass du bei uns bist.
Ich kann nicht beschreiben was ich bei deinem Text fühle, weil es mich einfach umhaut. Ich bin geschockt und gleichzeitig so stolz auf dich. Auf deinen Mut und auf deine Selbstreflexion. Du bist einen verdammt schweren Weg gegangen. Schwerer als wir alle gedacht haben. Leider bei manchen Strecken auch alleine. Aber du bist ihn gegangen!! Und was für ein toller Mensch bist du. Wenn es jemand verdient hat glücklich zusein, das Leben zu leben, geliebt zu werden und zu lieben dann du, mein Buh!
Du und Sophie ihr seid mein Leben.

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In den nächsten Wochen wirst du eine E-Mail erhalten, mit der du erfährst, wie du deine Platinum Club-Preise abrufen kannst.

Nochmals vielen Dank!

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