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Drei zentrale Erkenntnisse des deutschen PCO-StudienberichtsImage by: Movember
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19 January 2026

Movember veröffentlicht neue Forschungsergebnisse zu Prostatakrebs

Movember
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Wir haben einen neuen Bericht veröffentlicht, der auf Daten der deutschen PCO-Studie (Prostate Cancer Outcome) basiert. Diese ist Teil des umfassenderen TrueNTH Global Registry, einer weltweit einzigartigen Initiative, die von Movember ins Leben gerufen wurde, um die Prostatakrebsversorgung zu verbessern. In den vergangenen neun Jahren haben wir weltweit mehr als 20 Millionen Australische Dollar in diese Initiative investiert, davon rund 991.000 Euro in Deutschland.

Movember verfolgt zwei zentrale Ziele: die Zahl der Männer zu senken, die an Prostatakrebs sterben, und die Lebensqualität nach der Diagnose zu verbessern. 2016 legte Movember den Grundstein für das erste internationale Prostatakrebsregister, das klinische Daten mit den Erfahrungen der Betroffenen verknüpft. Die Mittel der Movember-Community waren entscheidend für den Aufbau des TrueNTH Global Registry und der deutschen PCO-Studie als auch für deren Erkenntnisse zur Versorgung und zu den Ergebnissen von Männer, die mit Prostatakrebs leben.

Drei zentrale Erkenntnisse des deutschen PCO-Studienberichts:

Die Auswertung zeigt drei wesentliche Entwicklungen, die die Versorgung von Männern mit Prostatakrebs nachhaltig prägen.

1. Robotische Eingriffe dominieren zunehmend die Behandlung

Mehr als 80 Prozent der im Bericht berücksichtigten Männer wurden operiert. Der Anteil robotisch assistierter Eingriffe stieg deutlich – von rund 50–65 Prozent (2016–2017) auf 74 Prozent im Jahr 2024. Parallel dazu sank der Anteil offener Operationen auf 11 Prozent. Vor allem jüngere Männer erhielten häufiger robotische Eingriffe.

2. Operationen beeinflussen Sexualfunktion und Harnkontinenz

Rund 75 Prozent der Männer berichteten im ersten Jahr nach der Operation von einer deutlichen Einschränkung der sexuellen Funktion – besonders häufig jüngere Patienten. Nur 15 Prozent derjenigen, die vor dem Eingriff über eine ausreichende Erektion verfügten, hatten diese auch ein Jahr später noch. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Harnkontinenz: 62 Prozent hatten nach zwölf Monaten eine eingeschränkte Blasenkontrolle. Über 40 Prozent der vor der Operation kontinenten Männer benötigten ein Jahr später täglich Einlagen, wobei ältere Patienten besonders betroffen waren.

3. Patient-Reported Outcomes sind unverzichtbar für eine hochwertige Versorgung

Die systematische Erhebung patientenberichteter Ergebnisse macht sichtbar, wie stark Prostatakrebsbehandlungen den Alltag der Männer beeinflussen. Sie unterstreicht eine zentrale Botschaft: Gute Versorgung bemisst sich nicht allein am Tumorstadium – sondern daran, wie ein Mann nach der Therapie leben kann.

Sarah Weller, Global Director of Prostate Cancer bei Movember, sagt:

“Erkenntnisse aus diesem Datensatz haben bedeutende Forschung vorangetrieben und die Prostatakrebsversorgung für Männer in Deutschland messbar verbessert. Wir danken der Deutschen Krebsgesellschaft, dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe, OnkoZert, ClarData und allen 162 beteiligten Zentren, die die Vision, die wir vor neun Jahren angestoßen haben, mitgetragen haben und weiter vorantragen werden. Unser Engagement in dieses Projekt war nur dank der Movember-Fundraiser und -Spender möglich. Wir hoffen, dass sie genauso stolz sind wie wir, wenn sie sehen, wie ihre Mittel die Männergesundheit in Deutschland verändern.

Ein Projekt, das neue Maßstäbe setzt

Die Initiative verbindet klinische Präzision mit echten Patientenerfahrungen – ein Ansatz, der inzwischen auch Forschung in der Brustkrebs-, Darmkrebs- und Lungenkrebsmedizin inspiriert hat. Aus ihr sind zahlreiche wissenschaftliche Publikationen hervorgegangen: von der Validierung der deutschen EPIC-26-Version über Studien zur psychologischen Unterstützung bis hin zu Untersuchungen zu Inkontinenz und funktionellen Verläufen.

Der neue deutsche Bericht zeigt eindrucksvoll die weitreichende Bedeutung der Initiative und wie wichtig es ist, Patienten aktiv einzubeziehen. Er macht sichtbar, wie sehr Prostatakrebs das Leben eines Mannes verändern kann, und weist den Weg zu einer Versorgung, die den Menschen ganzheitlich in den Mittelpunkt stellt.